Alpen als Magerbeet-Vorbild

2017 bin ich in 28 Tagen und 500km von Salzburg über die Alpen nach Triest gewandert (Wanderführer Salzburg-Triest). Es war eine wundervolle Zeit mit herrlicher Natur, Freiheit und Schweiß.

Als ich das erste Mal von Magerbeeten gehört habe, war ich skeptisch. Wie können Pflanzen in wasserdurchlässigem und magerem Substrat überhaupt wachsen, wie ist es im Sommer, wenn es heiß und trocken ist und der Pflanze kaum Wasser zur Verfügung steht?

Tatsächlich funktioniert es sehr gut. Die Pflanzen haben sich an diese Extremstandorte angepasst und sind dort in großer Artenzahl vertreten. Blütenreichtum, der viele Insekten anzieht, ist das Ergebnis einer solchen Beetanlage.

Wichtig ist bei der Auswahl der Bepflanzung, dass die Pflanzen auf diese Extremstandorte Mager und Trocken angepasst sind.

In den Alpen ist die wasser– und nährstoffhaltende Oberbodenschicht meist schwach ausgeprägt. Es gibt natürlich noch viele andere Extremstandorte, z.B Steilküsten oder Schutthalden. Bei den Alpen hat man schnell ein Bild vor Augen und es ist daher leicht einprägsam.

Einige dieser Überlebenskünstler aus den Alpen habe ich fotografisch festgehalten. Klickt euch einfach durch die Fotos und lasst euch die Zweifel an Magerbeeten nehmen.