Ertragszone

Die Ertragszone ist das Gemüsebeet des Naturgartens. Sie liegt idealerweise nah am Haus, um lange Wege zu vermeiden.

Hier wird ohne Gift und Kunstdünger gegärtnert. Gesenstes Wiesenschnittgut, abgeschnittene Stauden und anderes Material aus der Hotspot- und Pufferzone können hier als Mulchmaterial verwendet werden. So gelangen Nährstoffe aus den mager zu haltenden Hotspotflächen dorthin, wo nährstoffreicher Boden gebraucht wird.

Die Mulchschicht verhindert ein schnelles Austrocknen des Bodens und verringert dadurch die Notwendigkeit des Gießens der Nutzpflanzen.

Außerdem schützt er den Boden vor Verschlämmung und Verdichtung, da Regen nicht auf die Erde sondern auf die Mulchschicht fällt und dann sanft in den Boden sickern kann.

Nicht zuletzt dient er auch als Nahrung für Bodenlebewesen, wie Regenwürmer oder Asseln. Auf blanken Ackerböden, die mit Kunstdünger versorgt werden, ist das Bodenleben nur gering ausgeprägt, da es ihr an organischer Substanz mangelt.

Durch die Ernte werden Nährstoffe dem Boden entzogen. Diese werden zum Teil über die Mulchschicht wieder hinzugeführt. Weiterhin kann ein Komposthaufen angelegt werden und reifer Kompost auf die Gemüseflächen ausgebracht werden. Um aber einen geschlossenen Nährstoffkreislauf zu gewährleisten und von Kunstdünger oder anderen von außerhalb des Gartens kommenden Dünger unabhängig zu sein, empfiehlt sich eine Komposttoilette. Eine Komposttoilette versorgt einen nicht nur mit Dünger, sondern verringert auch die (Trink-)Wasserverschwendung.