Feuchtwiese

Worauf ich beim Blumenwiesen anlegen achte, könnt ihr hier nachlesen. Warum ich hier keine trockene Blumenwiese angelegt habe, ergibt sich aus der Ausgangssituation: Die Wiesenfläche liegt auf der Ostseite des Hauses und bekommt deshalb vergleichsweise viel Schatten aber wenig Sonne ab. Außerdem verläuft dort ein Drainagerohr zum Graben hin, dass aber kaputt ist. Und als letztes wäre hier noch der lehmig-tonige Boden zu nennen, der 20cm unterhalb der abgetragenen Bodenoberfläche beginnt und Wasser nur langsam versickern lässt.

Jedes Jahr steht hier häufig im Herbst, Winter und Frühjahr Wasser, dass nicht versickern kann. Der Boden ist also eine lange Zeit des Jahres feucht. Deshalb habe ich beschlossen, auf dem Streifen, wo im Tagesverlauf am längsten Sonne scheint eine Feuchtwiese zu säen.

Zuerst habe ich wieder die ersten ca. 10cm Oberboden abgetragen und zu einem Wall aufgeschichtet. Die Grassoden habe ich nach unten gelegt und den restlichen Aushub oben drauf, damit das Gras vergeht. Ich möchte den Wall nämlich noch mit Stauden bepflanzen.

Außerdem haben wir noch einen Wildapfel gepflanzt. Im Frühjahr blüht er und lockt zahlreiche Insekten zur Bestäubung an und wenn die Früchte ausgereift sind, bietet er Vögeln Nahrung.

Damit der kleine Wall rechts von der entstehenden Feuchtwiese nicht nach links hin abrutscht, habe ich das ganze mit Holzstämmen abgestützt.

Wallschutz aus Holzstämmen

Bevor die Feuchtwiesenmischung ausgebracht wurde, habe ich auf der Fläche sechszehn 10cm tiefe Löcher gegraben und Narzissen hineingetan. Danach  habe ich 4cm Erde in Löcher geschüttet und Krokusse und Schachbrettblumen hineingetan und bis oben hin aufgefüllt. So habe ich die idealen Pflanztiefen der Blumenzwiebeln eingehalten. Daraufhin habe ich die Fläche mit einer Hake aufgelockert und die Saat, wieder im Verhältnis 1:20 mit Sand vermischt, ausgesät und mit Holzbrettern angedrückt.

Die ersten Keimlinge nach ca. 10 Tagen

Wegen des trockenen Spätsommers musste ich auch diese Fläche ab und zu gießen, wobei diese Fläche aufgrund der natürlichen Gegebenheiten weniger Gießhilfe benötigte als andere 2018 angelegten Blumenwiesen.

Zum Schluss musste der Wall noch bepflanzt werden. Dafür habe ich mir als Stauden Beinwell, Goldnessel, Gewöhnliche Nelkenwurz, Lungenkraut und Buschwindröschen gekauft. Da der Wall sehr spitz zuläuft und es daher oben sehr trocken werden kann, habe ich dort zwei Kornelkirschen gesetzt. Kornelkirschen sind wichtige erste Frühjahrsblüher  und bieten später im Jahr auch noch kleine Kirschen für Vögel.

Wallbepflanzung

Hier seht ihr aktuelle Bilder der Feuchtwiese vom 24. Dezember 2018. Sie hat sich gut entwickelt. Es lassen sich schon viele große Wildblumen erkennen und ich bin zuversichtlich, dass es 2019 dort blüht und summt.