Gartenteich

2010 haben wir damit begonnen, einen ca. 100m2 großen Garten- und Schwimmteich anzulegen. 2014 wurde er wegen Baumängeln von 2010 verbessert und endgültig fertiggestellt.

Heute jagen Rauschwalben über die Wasseroberfläche, Libellen paaren sich und legen ihre Eier im Wasser ab, ebenso die Frosch- und Molchlurche. Insekten trinken, Vögel nehmen ein Wasserbad und im Winter lässt sich ab und zu ein Graureiher, ein Stockentenpärchen, eine Kanadagans oder ein Eisvogel blicken. Kurzum: Mit einem Teich kommt auch viel Leben in den Garten.

Der Gartenteich wurde grob in drei Bereiche aufgeteilt. Die 1. Flachwasserzone verläuft außen um den Teich und ist geprägt durch einen wechselnden Wasserstand. Er liegt in einer Tiefe von ca. 0-10cm. Dort kommen Pflanzen wie Sumpfdotterblume, Blutweiderich, Wollgras oder Straußblättriger Gilbweiderich vor. Dann kommt die 2. Flachwasserzone, die bis in eine Tiefe von 30cm geht und den mittleren Ring des Teiches bildet. Hier fühlen sich Sumpfschwertlilie, Rohrkolben, Froschlöffel und viele Wassertiere wohl. Die Mitte des Teiches bildet die Schwimmzone. Wir haben sie mit Betonsteinen am Rand stabilisiert und sie ist an der tiefsten Stelle knapp 2m tief. Im Sommer lässt es sich dort wunderbar baden und von der Gartenarbeit abkühlen.

Einige Teichpflanzen mögen nicht dauerhaft im Wasser aber möglichst feucht stehen, wie der Blutweiderich oder die Sumpfdotterblume. Andere Pflanzen dagegen, wie der Rohrkolben oder die Sumpfschwertlilie, mögen eine Wassertiefe bis ca. 30cm gerne. Die Krebsschere oder Seerosen brauchen es noch tiefer, damit sie den Winter im frostfreien Tiefenwasser unbeschadet überstehen.

Über Ebay-Kleinanzeigen haben wir häufig und kostengünstig Wasserpflanzen bekommen, als z.B. ein Gartenteich aufgelöst wurde oder Wasserpflanzen sich stark ausgebreitet haben, sodass sie ausgedünnt werden konnten/mussten. Bei Sumpfschwertlilien oder Rohrkolben kann man am Anfang ruhig sparsam mit der Bepflanzung sein, da sie innerhalb weniger Jahre, wenn die Wasserhöhe stimmt, sich üppig ausbreiten.

Damit die Pflanzen auch wurzeln können, muss Substrat wie Kies, Sand und Lehm in die Flachwasserzone eingebracht werden. Gartenerde eignet sich nicht dafür, da sie meist nährstoffreich ist und starkes Algenwachstum die Folge wäre.

Strukturen aus Steinen, Baumwurzeln oder Totholz bieten Wassertieren mehr Versteckmöglichkeiten und Lebensraum. An einem aus dem Wasser ragenden Stück Totholz konnte ich früh morgens mehrfach einen Eisvogel beobachten, der ihn als Beobachtungsposten benutzte.

Es ist erstaunlich, wie schnell sich Leben in einem Teich einstellt. Wasserkäfer, Rückenschwimmer, Wasserläufer, Frosch- und Molchlurche, Libellen und viele andere Tiere besiedeln den neu geschaffenen Lebensraum in kurzer Zeit. Mit Mücken haben wir keine Probleme, denn bereits im Larvenstadium haben sie viele Fressfeinde im Wasser und an Land werden sie auch erbeutet. Nur in kurzzeitig existierenden Gewässern wie Pfützen können Mücken sich massenhaft vermehren, da dort keine Fressfeinde leben (können).

Und falls sie doch einmal gestochen werden, beruhigen sie sich mit dem Wissen, dass nur 50% der Mücken, nämlich die Weibchen, stechen.