Kleine Totholzhecke

Hecken müssen alle paar Jahre auf Stock gesetzt werden. Danach treiben sie schnell wieder aus und bilden einen dichten Bewuchs. Wenn man sie nicht schneidet, wachsen die Sträucher immer mehr in die Höhe, verkahlen im unteren Bereich und verlieren z.T. ihre Regenerationsfähigkeit nach dem “auf den Stock setzen”.

Den Heckenschnitt muss man nicht aufwendig entsorgen. Er lässt sich wunderbar als Totholzhecke aufschichten und bietet dann vielen Tieren, wie z.B. Spinnen und Käfern, einen Lebensraum. Die Hecke lässt sich gut komprimieren und es ist erstaunlich, wie viel Heckenschnitt in einer Totholzhecke untergebracht werden kann.

Mit der Zeit sackt das aufgeschichtete Holz immer mehr zusammen und es kann oben neues Material hinzugefügt werden. Mit Holzpflöcken kann das ganze dann noch in Form gehalten werden und das überständige Geäst mit der Astschere entfernt werden.

Am verträglichsten für die Tierwelt ist es, wenn man nicht auf einmal die gesamte Hecke scheidet, sondern jedes Jahr nur einige Sträucher auf den Stock setzt. So bleibt der Lebensraum und Nahrungsquellen wie Blüten und Früchte erhalten. Beispielsweise werden Weiden erst geschnitten, nachdem sie im Frühjahr geblüht haben, da sie eine wichtige erste Nahrungsquelle für die aus dem Winter erwachten Bienen, Hummeln und Schmetterlinge darstellt.

Ein abrupter Kahlschlag hätte zur Folge, dass die Lebensgrundlage vieler Tiere bis zum Nachwachsen der Hecke nicht vorhanden wäre und sie entweder auf andere Hecken ausweichen müssten oder verhungern würden.