Libellen

In Mitteleuropa gibt es 85 und in Deutschland 81 verschiedene Libellenarten. Die Larven, besser Nymphen, sind auf saubere Gewässer angewiesen, in denen sie unterschiedlich lange Zeitspannen für die Entwicklung brauchen. Wenn sie fertig entwickelt sind, kriechen sie aus dem Wasser und schlüpfen aus der Exuvie heraus, lassen ihren “neuen” Körper an der Luft aushärten und fliegen als sogenannter Imago auf Beute- und Partnersuche herum. Sowohl als Nymphe als auch als Imago leben sie räuberisch.

Libellen mit einer Größe von 80cm, wie sie es damals gab, leben heutzutage nicht mehr bzw. können nicht mehr so groß werden. Das liegt an ihrer speziellen Atmung. Sie besitzen außen Atemöffnungen (Stigmen), über die sie passiv Sauerstoff aufnehmen (Diffusion) und über ihr Tracheensystem im Körper weiterleiten. Damals war die Sauerstoffkonzentration der Atmosphäre deutlich höher und die Libellen konnten mehr Sauerstoff diffundieren, was Auswirkungen auf die Körpergröße hatte. Das heißt, dass die Körpergröße begrenzt wird durch den O2-Gehalt der Luft begrenzt.

Wenn man sich ausführlicher über Libellen (Odonata) informieren möchte, lohnt sich die Internetseite LibellenWissen.de

Großlibellennymphen haben ihre Kiemenanhänge im Enddarm, anders als bei den Kleinlibellen. Wenn sie nun ausatmen, kriegen sie einen Schub nach vorne und können sich dadurch sehr gut im Wasser fortbewegen. Sowohl Nymphen der Groß– als auch der Kleinlibellen besitzen eine umgebildete Unterlippe, eine sogenannte Fangmaske, die sie beim Beutefang nach vorne schnellen lassen.

Besonders das Paarungsverhalten von Libellen ist äußerst interessant und lässt sich hier angucken.

Im Garten kann man Libellen durch einen Teich einen geeigneten Lebensraum bieten. Außerdem sollte eine Blumenwiese nicht fehlen, da die ausgewachsenen Libellen (Imagos) räuberisch leben, also Jagd auf Insekten machen.

Hier sind einige der Libellenarten, die ich an und um unseren Gartenteich herum fotografieren konnte. Da ich mich erst seit 2018 etwas näher mit Libellen beschäftigt habe, repräsentieren die unten abgebildeten vier Libellenarten nicht das gesamte im Garten vorhandene Artenspektrum der Libellen. Ich habe sie “nur” als große, kleine, blaue, grüne, bunte Libelle identifizieren können. Im Laufe der Zeit werde ich neue Bilder hinzufügen.

Übrigens können Libellen nicht stechen und sind dem Menschen gegenüber völlig harmlos. Sie besitzen lediglich einen Legeapparat, mit dem sie Eier legen.