Magerbeet

Ein Magerbeet ist charakterisiert durch seine Nährstoffarmut und geringer Wasserhaltekraft. Es ist eine Nachbildung von z.B. typischer Alpenlandschaft oder Felsenküsten. Die dort vorkommenden Pflanzen sind auf karge Verhältnisse angepasst und die Vielfalt an Pflanzen sehr ausgeprägt. Das versucht man mit Magerbeeten nachzubilden

Man beginnt mit einer Drainageschicht, die Regenwasser schnell abfließen lässt und nicht festhält. Ein sehr günstiges Material dafür sind Tondachziegel. Wenn ein Hausdach neu gedeckt wird, fallen Massen an Tondachziegeln an, die man meist kostenlos bekommen kann. Tondachziegel lassen sich leicht mit dem Hammer zerschlagen.

Man kann Magerbeete in die Höhe wachsen lassen, indem man Mauersteine oder große Natursteine als Umrandung nimmt. In meinem Fall fehlte mir die dafür notwendige Zahl an Steinen. Deshalb habe ich 10 Zentimeter Oberboden abgetragen und dann mit Drainage aufgefüllt

Als nächstes wird der schwach ausgebildete Oberboden der Alpen, Berghänge o.Ä. mit einem mageren Substrat nachgebildet und ca. 20-30cm aufgefüllt. Ich habe eine Umrandung mit in Norddeutschland typischen Feldsteinen, die ich vorher gesammelt habe, gebildet. So verhindere ich, dass der Sand bei Regenfall wegfließt.

Der schwach ausgebildete Humusboden aus meinem Beispiel der Alpen ist der Topfballen der Pflanzen, die ich mir für das Magerbeet ausgesucht habe.

Die Auswahl der Pflanzen war wieder nach den Kriterien mager- u. trockenheitsliebend gewählt. Scharfer Mauerpfeffer, Oregano, Thymian, Wundklee, Bergsandglöckchen, Frauenflachs,… wurden eingepflanzt, Trittsteine und Totholz als zusätzlicher Lebensraum ergänzt.

Zierlauch (hier: Allium sphaerocephalon
mag ebenfalls Magerbeete. Ich habe ihn wahllos verteilt, damit ist es natürlicher wirkt. Danach habe ich sie ca. 5cm tief in den Sand gedrückt.

Jetzt bin ich gespannt darauf, wie es sich 2019 entwickeln wird und welche neuen Tiere es anlockt!

Zierlauch kurz vor der Blüte