Totholzhecke

Im Herbst 2018 habe ich zusammen mit meiner Schwester eine ca. 20m lange und ca. 1m breite Totholzhecke angelegt. Das Material dazu mussten wir nur einige Meter tragen, da auf dem angrenzenden Acker zu unserem Garten Gartenabfälle, meist Heckenschnittgut und anderes Geäst entsorgt wird, was dann normalerweise ein Maifeuer ergibt.

Wir haben es also genutzt, um eine Totholzhecke zwischen Hecke und Feldweg anzulegen. Mit Holzpfosten wird es noch an den Seiten fixiert, damit es in Form bleibt. Außerdem haben wir die Totholzhecke komprimiert, damit zu einem undurchdringlichen Gestrüpp für Vogeljäger wie Katzen wird. So kann z.B. der Zaunkönig dieses Naturmodul als Nistplatz nutzen. Im Garten gesichtet habe ich ihn bereits, jetzt lässt sich nur hoffen, dass er es im nächsten Frühjahr auch annimmt.

Darüber hinaus bietet die Totholzhecke noch vielen anderen Tieren, wie Spinnen einen Lebensraum. Schmetterlinge und andere Tiere können hier ungestört überwintern.

Außerdem sind Lebensräume miteinander verzahnt worden. Von der Totholzhecke geht es nun über in eine Hecke und danach kommt der offene, sonnige Garten mit Wildblumenwiesen und einem großen Teich. Unter Lebenszyklus verstehen habe ich bereits erläutert, wie wichtig vielfältige und verzahnte Strukturen im Naturgarten für die dauerhafte Ansiedlung von Tieren ist.

Das die Totholzhecke mehr Leben in den Hortus Hoop bringen wird, bin ich überzeugt und nun gespannt auf das nächste Jahr!