Über mich/Hortus Hoop


Mein Name ist Gideon Schuldt, ich bin 1998 geboren und komme aus Schleswig-Holstein. Mit 14 Jahren habe ich angefangen, mich für das Thema Selbstversorgung zu interessieren. Von da an hatte (und habe ich immer noch) meinen eigenen 50m2 Gemüsegarten in unserem Familiengarten. Dort habe ich Kartoffeln, Karotten, Erbsen, Bohnen, Salat uvm. angebaut.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz waren beides ebenfalls Themen, die mich schon lange Zeit interessiert haben und die ich in meinem Alltag z.B. durch Fahrrad- anstatt Autofahren integriert habe.

Insbesondere Natur- und Artenschutz fing mich aber an zu interessieren. Wo keine Bestäuber sind, lässt sich kaum Gemüse und kein Obst ernten. So bin ich 2017 auf Markus Gastl und seinen Hortus Insectorum (Garten der Insekten) gestoßen. Ich habe mir das Buch Der-Drei-Zonen-Garten gekauft und mit großem Interesse gelesen. Darin werden viele Naturschutzgrundlagen und Vernetzungen in der Natur (z.B. was braucht ein Schmetterling alles zum leben) erklärt und auf den eigenen Garten projiziert, also wie kann ich Natur in meinem eigenen Garten nachbilden und fördern.


Dabei habe ich gemerkt, wie wenig ich über die Natur eigentlich weiß. Ich kannte nur eine handvoll Wildpflanzen, Schmetterlinge oder Vögel beim Namen, konnte Hummeln und Libellen erkennen (nicht beim Artnamen nennen), wusste aber nicht, dass es mehr als 40 heimische Hummelarten und sogar über 80 heimische Libellenarten in Deutschland leben. Ich denke, dass es vielen so geht. Man meint, sich eigentlich ganz gut auszukennen mit der Natur, merkt dann aber doch schnell, sobald man sich etwas näher damit befasst, dass dem nicht so ist.

Für mich als Hobbygärtner hat das sich das Thema Eutrophierung (Nährstoffanreicherung) der Landschaft immer wie Musik in den Ohren angehört bzw. ich habe damit nur Gutes verbunden. Je nährstoffreicher der Boden, desto besser das Pflanzenwachstum und der Ertrag. Dass das eines der großen Ursachen des Artenverlusts ist, war mich nicht bewusst.


Hortus (lat. für Garten) Hoop ist eine Anlehnung an das Plattdeutsche Wort und mein Zuhause Ellerhoop, was Haufen oder (eine) große Menge (en hoop) bedeutet. Mit unserem Garten möchte ich nämlich einer großen Menge von Tieren und Pflanzen einen Lebensraum bieten.

Ein ca. 100m2 großer Teich befindet sich in der Mitte des Gartens und war schon vor dem Gedanken der Naturgartenumgestaltung vorhanden. Außerdem umgab uns bereits eine mehr oder minder aus heimischen Sträuchern bestehende Hecke (siehe Pufferzone) unser Grundstück. Im größeren und bewussten Maßstab hat die Umgestaltung des Gartens erst 2018 mit der Anlage mehrerer Blumenwiesen und Magerbeeten sowie Sträucherpflanzen und einer Totholzhecke begonnen.

Deshalb kann man hier gut “live” den Umgestaltungsprozess miterleben und sieht nicht von Beginn an einen perfekten Naturgarten.


Seit dem Herbst 2018 studiere in Naturschutz & Landnutzungsplanung an der FH Neubrandenburg. Hier möchte ich mein Wissen vor allem über Tiere und Pflanzen erweitern und nach dem Studium mich für die Natur einsetzen. Vieles, was in den Vorlesungen vorgetragen wird, habe ich bereits durch das Buch Drei-Zonen-Garten gelernt und im Garten angewandt. Das bedeutet natürlich, dass man nicht Naturschutz studieren muss, um sich mit naturschutzfachlichen Themen auszukennen.

Sehr wichtig ist mir dabei folgender Satz:“Machen ist wie wollen, nur krasser!” (Markus Gastl).

Jeder kann sich für die Natur einsetzen! Fang damit in deinem eigenen Garten an.